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Richtlinie zur Geldwäscheprävention bei WinSpirit Casino
Diese Richtlinie zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung beschreibt die Kontrollmaßnahmen, die im Zusammenhang mit Spielkonten, Identitätsprüfungen und finanziellen Transaktionen angewendet werden. Ihr Zweck besteht darin, die Nutzung der Plattform für rechtswidrige Geldbewegungen, Zahlungsbetrug, Identitätsmissbrauch oder die Verschleierung der Herkunft von Vermögenswerten zu verhindern.
Die Prüfungen beruhen auf einem risikoorientierten Ansatz. Dabei werden insbesondere die Identität des Kontoinhabers, die verwendeten Zahlungsmittel, das Transaktionsverhalten, die Herkunft eingesetzter Gelder und die beteiligten Staaten berücksichtigt.
Ziele der Geldwäscheprävention
Die Maßnahmen zur Geldwäscheprävention sollen sicherstellen, dass Einzahlungen, Spieleinsätze, Gewinne und Auszahlungen einem nachvollziehbaren und rechtmäßigen Zweck dienen. Ein Spielkonto darf nicht zur Durchleitung fremder Gelder, zur Verschleierung von Zahlungsvorgängen oder zur Umgehung gesetzlicher Kontrollen verwendet werden.
Zu den wesentlichen Zielen gehören die eindeutige Zuordnung jedes Spielkontos zu einer natürlichen Person, die Verhinderung von Mehrfachkonten und die Erkennung ungewöhnlicher Transaktionsmuster. Ebenso sollen die Nutzung fremder Zahlungsmittel, manipulierte Identitätsangaben und Aktivitäten aus ausgeschlossenen Staaten oder Gebieten verhindert werden.
Interne Kontrollverfahren werden regelmäßig überprüft und an gesetzliche Änderungen, neue Risikomuster und bekannte Missbrauchsmethoden angepasst. Mitarbeitende und beauftragte Dienstleister, die mit Identitätsprüfungen, Zahlungsabwicklungen oder auffälligen Vorgängen befasst sind, erhalten verbindliche Vorgaben für Prüfung, Dokumentation und interne Weiterleitung.
Identifizierung und Prüfung der Kundendaten
Bei der Registrierung und während der Geschäftsbeziehung werden die zur Identifizierung des Kontoinhabers erforderlichen Daten erhoben. Dazu können Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Wohnanschrift, Wohnsitzland, Telefonnummer und E-Mail-Adresse gehören.
Die angegebenen Daten müssen vollständig, aktuell und mit den eingereichten Nachweisen übereinstimmen. Zur Bestätigung der Identität kann die Vorlage eines gültigen Personalausweises, Reisepasses, Aufenthaltstitels oder eines anderen im Verifizierungsverfahren zugelassenen amtlichen Dokuments verlangt werden.
Eingereichte Dokumente müssen vollständig, unverändert und gut lesbar sein. Das Lichtbild, die Dokumentennummer, das Ausstellungs- und Gültigkeitsdatum, die persönlichen Angaben sowie sämtliche erforderlichen Sicherheitsmerkmale müssen erkennbar sein.
Zur Bestätigung der Wohnanschrift kann zusätzlich ein aktueller Kontoauszug, eine Versorgerrechnung, eine behördliche Bescheinigung oder ein vergleichbarer Nachweis angefordert werden. Das Dokument muss den vollständigen Namen, die Anschrift, den Aussteller und das Ausstellungsdatum enthalten.
Ergänzende Prüfverfahren können eine elektronische Dokumentenprüfung, einen Abgleich personenbezogener Daten, eine Videoidentifizierung, eine Gesichtsprüfung oder einen Lebendigkeitstest umfassen. Bei erhöhtem Risiko kann außerdem ein Nachweis über die Herkunft der eingesetzten Gelder oder des Vermögens verlangt werden.
Als Herkunftsnachweise können beispielsweise Gehaltsabrechnungen, Steuerunterlagen, Kontoauszüge, Verkaufsverträge, Erbschaftsnachweise oder andere geeignete Dokumente berücksichtigt werden. Die Unterlagen müssen die Herkunft und wirtschaftliche Plausibilität der eingesetzten Beträge nachvollziehbar belegen.
Eine erneute Identitätsprüfung kann bei geänderten Kontodaten, abgelaufenen Dokumenten, neuen Zahlungsmethoden, ungewöhnlichen Transaktionen oder Zweifeln an bereits vorliegenden Angaben durchgeführt werden. Kontofunktionen können bis zum Abschluss der erforderlichen Prüfung eingeschränkt bleiben.
Überwachung der finanziellen Transaktionen
Einzahlungen, Spieleinsätze, Gewinne, Rückerstattungen und Auszahlungen werden anhand risikobasierter Kriterien überwacht. Berücksichtigt werden unter anderem Betrag, Häufigkeit, zeitliche Abfolge, Zahlungsmethode, Kontoinhaber, Herkunfts- und Zielland sowie der Zusammenhang zwischen Zahlungsaktivität und tatsächlichem Spielverhalten.
Als auffällig können insbesondere ungewöhnlich hohe oder häufige Einzahlungen, schnelle Ein- und Auszahlungen ohne nachvollziehbare Spielaktivität und die Aufteilung größerer Beträge in mehrere kleinere Transaktionen eingestuft werden. Auch häufige Wechsel der Zahlungsmethode oder Auszahlungsanträge auf ein bisher nicht verifiziertes Zahlungsmittel können eine zusätzliche Prüfung auslösen.
Zahlungen dürfen grundsätzlich nur mit Zahlungsmitteln vorgenommen werden, die dem registrierten Kontoinhaber zugeordnet werden können. Zahlungen von oder an Dritte, gemeinsam genutzte Zahlungsmittel und nicht nachvollziehbare Zahlungsquellen können abgelehnt oder bis zum Abschluss einer Prüfung zurückgehalten werden.
Bei einer auffälligen Aktivität können zusätzliche Informationen und Dokumente angefordert werden. Bis zur Klärung können Einzahlungen, Auszahlungen oder einzelne Kontofunktionen beschränkt und das Spielkonto vorübergehend gesperrt werden.
Automatisierte Überwachungssysteme können durch manuelle Prüfungen ergänzt werden. Eine technische Warnmeldung stellt für sich genommen noch keinen Nachweis eines Verstoßes dar, kann jedoch eine vertiefte Prüfung durch die zuständige Compliance-Stelle auslösen.
Verdachtsmeldungen und Aufbewahrung von Unterlagen
Liegen Tatsachen oder Anhaltspunkte dafür vor, dass Vermögenswerte aus einer strafbaren Handlung stammen oder eine Transaktion der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung dienen könnte, wird der Vorgang intern an die zuständige Compliance-Stelle weitergeleitet. Dies gilt auch bei Anhaltspunkten für eine Verschleierung der Identität oder des wirtschaftlichen Hintergrunds einer Transaktion.
Besteht eine gesetzliche Meldepflicht, wird eine Verdachtsmeldung an die zuständige Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, die Financial Intelligence Unit Deutschland, übermittelt. Erforderliche Angaben können außerdem gegenüber zuständigen Aufsichtsbehörden, Strafverfolgungsbehörden oder Gerichten offengelegt werden, sofern eine entsprechende Rechtsgrundlage besteht.
Der betroffene Kontoinhaber wird nicht über die Vorbereitung, Prüfung oder Abgabe einer Verdachtsmeldung informiert, soweit eine solche Mitteilung gesetzlich untersagt ist oder behördliche Ermittlungen beeinträchtigen könnte. Aus diesem Grund können auch Einzelheiten zu internen Risikokriterien und Überwachungsregeln nicht offengelegt werden.
Identifizierungsdaten, Dokumentenkopien, Transaktionsinformationen, Prüfvermerke, Korrespondenz und Ergebnisse interner Untersuchungen werden entsprechend den anwendbaren gesetzlichen Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten gespeichert. Geldwäscherechtlich relevante Unterlagen werden grundsätzlich fünf Jahre aufbewahrt, sofern keine längere gesetzliche Frist oder behördliche Anordnung gilt.
Nach Ablauf der maßgeblichen Aufbewahrungsfrist werden die Daten nach den anwendbaren Datenschutz- und Löschvorgaben gelöscht oder anonymisiert, sofern keine andere gesetzliche Grundlage ihre weitere Speicherung erfordert.
Rechtskonformität und behördliche Zusammenarbeit
Die Maßnahmen zur Geldwäscheprävention richten sich nach den jeweils anwendbaren gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Dazu zählen insbesondere geldwäscherechtliche Sorgfaltspflichten, glücksspielrechtliche Vorgaben, Datenschutzbestimmungen und einschlägige nationale sowie internationale Sanktionsregelungen.
Im gesetzlich vorgesehenen Umfang erfolgt eine Zusammenarbeit mit der Financial Intelligence Unit Deutschland, den zuständigen Glücksspielaufsichts- und Strafverfolgungsbehörden, Gerichten, Zahlungsdienstleistern sowie beauftragten Identitätsprüfungsdiensten. Behördliche Auskunftsersuchen und Sicherungsmaßnahmen werden nach Prüfung ihrer Rechtsgrundlage bearbeitet.
Eine Geschäftsbeziehung kann abgelehnt, eingeschränkt oder beendet werden, wenn die erforderlichen Sorgfaltspflichten nicht erfüllt werden können. Dies gilt insbesondere bei falschen oder widersprüchlichen Angaben, manipulierten Dokumenten, ungeklärter Mittelherkunft, Identitätsmissbrauch oder fehlender Mitwirkung an einer erforderlichen Prüfung.
Registrierungen und Transaktionen aus Staaten oder Gebieten, in denen das Angebot nicht rechtmäßig genutzt werden darf, sind ausgeschlossen. Dies gilt ebenso für sanktionierte Staaten und Gebiete sowie für Personen, Organisationen oder wirtschaftlich Berechtigte, die von anwendbaren Finanzsanktionen oder Vermögenssperren erfasst werden.
Der Einsatz von VPN-, Proxy- oder vergleichbaren Diensten zur Verschleierung des tatsächlichen Aufenthaltsorts kann eine zusätzliche Prüfung oder eine Einschränkung des Kontos auslösen. Die Angabe eines falschen Wohnsitzlandes und die Umgehung geografischer Beschränkungen sind nicht zulässig.
Mitwirkungspflichten der Kontoinhaber
Kontoinhaber sind verpflichtet, bei der Registrierung und während der gesamten Geschäftsbeziehung richtige, vollständige und aktuelle Angaben zu machen. Änderungen des Namens, der Anschrift, der Staatsangehörigkeit, der Telefonnummer oder der E-Mail-Adresse müssen unverzüglich mitgeteilt werden.
Angeforderte Dokumente müssen echt, gültig und unverändert sein. Die Einreichung gefälschter, bearbeiteter, unvollständiger oder einer anderen Person zugeordneter Unterlagen kann zur Sperrung des Kontos und zu einer Meldung an die zuständigen Stellen führen.
Für Einzahlungen und Auszahlungen dürfen ausschließlich eigene Zahlungsmittel verwendet werden. Das Spielkonto darf nicht verkauft, übertragen, gemeinsam genutzt oder einer anderen Person zur Verfügung gestellt werden.
Auf Anfragen zur Identität, zur Herkunft der Gelder, zur Herkunft des Vermögens oder zum Zweck bestimmter Transaktionen ist innerhalb der mitgeteilten Frist zu antworten. Bis zum Eingang und zur erfolgreichen Prüfung der erforderlichen Angaben können Transaktionen und Kontofunktionen eingeschränkt bleiben.
Mit der Nutzung des Spielkontos bestätigt der Kontoinhaber, dass die eingesetzten Gelder aus rechtmäßigen Quellen stammen und nicht mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Sanktionsumgehung oder anderen strafbaren Handlungen in Verbindung stehen. Verstöße gegen diese Pflichten können zur Ablehnung von Transaktionen, zur Kontosperrung, zur Beendigung der Geschäftsbeziehung und zu gesetzlich erforderlichen Meldungen führen.